BERICHTE

Die Berichte der Vorjahre befinden sich im Archiv


Wetterglück bei der Sektionsreise

Nach langer Corona bedingter Pause, konnten wir unsere geplante Sektionsreise durchführen. Bei leicht bewölktem Himmel starteten am frühen Vormittag ab Bern HB eine Gruppe via Zofingen und eine kleinere Gruppe via Emmental nach Luzern. Auf dem direkten Weg dem Rotsee entlang erreichten wir mit 44 Teilnehmenden die Stadt Zug. Nach der Einnahme eines Kaffees stand im Hafen kurz nach der Mittagszeit das Motorschiff „Zug“ zu einer Seerundfahrt bereit. Max Krieg begrüsste hier alle Teilnehmenden und gab einen interessanten geschichtlichen Überblick über die Stadt und den Kanton Zug. Auf dem Innendeck wurde uns ein schmackhaftes Mittagessen serviert, bevor wir dann bei angenehm warmem Wetter aufs Aussendeck wechselten. Mit der freien Sicht auf die Rigi und die Anlegerorte des Schiffes konnten wir die schöne Gegend richtig geniessen. Gegen 15 Uhr erreichten wir wieder der Ausgangspunkt der Schifffahrt. Manch einer benützte hier noch die Wartezeit um für sich oder die Angehörigen eine Zuger-Kirschtorte zu besorgen. Am frühen Abend ging die gemütliche Reise mit der Rückkehr ins Bernbiet zu Ende.

Andreas Lüthi


Max Krieg

Vom Kuhhorn, Schildpatt und Zelluloid zum Kamm

15 Teilnehmende erhielten am 17. Jun 2021 unter kundiger Führung einen Einblick in die bewegte Geschichte der Kammfabrik in Mümliswil. Von 1792 – 1950 stand sie unter der Leitung der Familie Walter. 1990 musste der Betrieb dann aufgegeben werden.

Zu erleben ist diese Geschichte in dem 2007 eröffneten Museum HAARUNDKAMM in der gleichen Gemeinde. Wie Kuh- und Büffelhorn zu flachen Platten geformt wird, wie die Verarbeitung von Schildpatt aus Artenschutzgründen eingestellt werden musste und aus welchen Materialien erfinderisch Zelluloid hergestellt wurde, erfahren wir Besucher. Unzählige Beispiele zeigen die feine künstlerische Machart, insbesondere der Zierkämme, die in alle Welt ‑ auch an Königshäuser ‑ geliefert wurden. Werkzeuge und kleine Maschinen zur Kammherstellung sind in einem Container ebenfalls zu besichtigen. Sie werden heute wieder zu Schulungszwecken eingesetzt.

Aus gewerkschaftlicher Sicht ist zu berichten, dass in der Blüte der Fabrik bis 240 Frauen und Männer beschäftigt wurden, die Arbeitstage von Montag bis Samstag 11 Stunden dauerten, Frauen mit Familienpflichten täglich eine Pause von 2 ½ Stunden zugestanden wurden und alle in der Gemeinde-Krankenkasse versichert waren.

Aus Eisenbahnersicht ist noch anzumerken, dass das Guldental, in dem Mümliswil liegt, beinahe durch eine Bahnlinie und einen Tunnel von Mümliswil nach Reigoldswil mit Basel verbunden worden wäre. Beiderseits des Hügelzuges Wasserfallen wurden 1873 Tunnelarbeiten aufgenommen, die 1874 wieder eingestellt werden mussten, weil die Oltner dem Projekt die Finanzen entzogen.

Foto: Andreas Bracher

Nicht nur Kämme, sondern auch kleine Kunstwerke können aus Kuhhorn entstehen


Frühlingswanderung von Marbach LU nach Schangnau

Nach einer langen, Corona-bedingten Pause, begaben wir uns am 25. Mai 2021 wieder einmal auf eine Wanderung.

Ausgangspunkt war die Talstation der Luftseilbahn auf die Marbachegg. Bei wechselhaftem und windigem Wetter konnte der Organisator Peter von Däniken zwölf Personen willkommen heissen.

Auf der linken Seite des Schonbaches führt der naturbelassene Wanderweg zuerst durch Wald und über Wiesen bis zur Strassenbrücke oberhalb Marbach. Nach dem Passieren der Brücke wurde das Gelände offener und der Weg schmaler.

Immer dem Bach folgend hatten wir stets den noch mit Schnee bedeckten Hohgant vor uns. Auf der Höhe des Ortes „Wald“ stieg der Weg stark an, aber ein eisiger Wind sorgte dafür, dass uns nicht zu warm wurde. Schliesslich erreichten wir den höchsten Punkt und ein Zickzackweg führte in eine tiefe Schlucht.

Von hier aus waren es nur noch wenige Minuten bis zum Zentrum von Schangnau. Weil der „Löwen“ geschlossen hatte, war Essen aus dem Rucksack angesagt. Den warmen Kaffee konnten wir im Volg-Laden beziehen. Bevor wir wieder das Postauto bestiegen, genossen wir bei Sonne und vielen vorbeiziehenden Wolken die schöne Gegend im Emmental.
                                                                                                                                                           Andreas Lüthi


Zum 100. Geburtstag alles Gute, liebes Heidi

Am 29. Januar 2021 konnte Heidi Müller-Danieli in der Residenz Vivo in Köniz ihren 100. Geburtstag feiern. Aufgewachsen war sie in Zürich, lebt aber schon seit Jahrzehnten in Köniz. Situationsbedingt konnten Max Krieg, Präsident PV Bern und Francis Barbezat, VES SEV, der rüstigen und vifen Jubilarin getrennt die besten Wünsche, Früchte und Blumen überbringen.

Gern erinnert sich Heidi an die gemeinsame Zeit, als ihr Mann, Fritz Müller, Redaktor des Eisenbahners war. Und auch ihr aus Venedig eingewanderter Grossvater, der Architekt, blieb in guter Erinnerung.

Wir, also eigentlich der gesamte SEV, wünschen der Jubilarin viele schöne und frohe Stunden in der Zukunft und weiterhin die liebevolle Begleitung ihres Sohnes samt seiner Familie.

Foto: Francis Barbezat