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Mittwoch, 15. Juni 2022


Hauptversammlung mit Gastreferent Giorgio Tuti

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Zur Hauptversammlung vom 6. April konnte Präsident Max Krieg leider nur 50 Mitglieder begrüssen, dafür speziell unseren Gastredner, SEV-Präsident Giorgio Tuti.

Beide bedauerten, dass uns nach COVID19-Krise  seit dem 24. Februar der Ukraine-Krieg beschäftigen muss.

In seinem Referat erläuterte Giorgio Tuti die anstehenden AHV-Reformen, zum ersten die missglückte Reform AHV 21. Bei ihr geht es um mehr als nur die Erhöhung des Frauenrentenalters um 1 Jahr von heute 64 Jahr auf neu 65 Jahr. Würde  die Reform angenommen, stünde der Weg zum allgemeinen Rentenalter bis 67 Jahre offen. Aus diesem Grund habe der SGB das Referendum (151'000 Unterschriften) ergriffen. Der SEV lehne die Reform ab, und wir alle sollten das dann in der Abstimmung in diesem Herbst ebenfalls tun. Wichtig sei auch, dass später dann die Initiative des SGB für eine 13. AHV-Rente angenommen werde. Weiter gelte es dann die Initiative „Gewinne der SNB für die AHV“ des SGB zu unterstützen, die ab Mitte Mai 2022 zum Unterschreiben aufliegen werde. Z. B. könnten die 2,7 Milliarden Franken für eine 13. AHV-Rente gut aus den 49 Milliarden SNB-Gewinn und/oder ihren 106 Milliarden Ausschüttungsreserven finanziert werden. Schliesslich erläuterte Giorgio auch seinen Entscheid, sich vom Präsidium des SEV Ende 2022 zurückzuziehen, wohlverstanden nach 25 Jahren im Dienst des SEV und 14 Jahren als Präsident. Der Zeitpunkt sei deshalb günstig, weil die SEV-mässig grossen Brocken, wie die letzten SBB-GAV-SBB-Abschlüsse unter Dach und Fach seien. Für einen geordneten Übergang nach seinem Rücktritt stehe er auch nach dem Kongress zur Verfügung und werde auch das Präsidium der Sektion Eisenbahn des ETF beibehalten.

Die ordentlichen Traktanden begann mit dem Mutationsbericht (derzeit hat die Sektion 1'185 Mitglieder) sowie der Ehrung der 66 Verstorbenen mit einer Gedenkminute.

Nach dem Jahresbericht des Präsidenten stellt Klaus Gasser letztmals die Jahresrechnung vor, die beide genehmigt wurden. In den Informationen wies der Präsident auf die laufenden Unterschriftensammlungen (z. B. auch für bezahlbare Kitas) hin, bat jedoch die trügerische «Generationen-Initiative (Ja zu fairen und sicheren Renten)» nicht unterschreiben. Denn diese würde zu Pensionsalterserhöhungen und Flexibilisierung auch bestehender Renten führen.

Im Verlauf der Versammlung wurden die beiden aus dem Vorstand Zurücktretenden gewürdigt: Klaus Gasser, der nach seiner Jahrzehnte langen Tätigkeit im Finanzwesen des SEV während 25 Jahre die Finanzen der PV-Sektion Bern verwaltete und auch sonst zahlreiche Aufgaben übernahm.

Andreas Lüthi, der nach seiner Pensionierung als Bürochef und Bahnhofvorstand-Stellvertreter seit 2005 zuerst Beisitzer, dann Mutationsführer und ab 2009 bis Ende 2021 als Sekretär tätig war. Der Dank der Sektion und unser aller besten Wünsche für die kommenden Lebensjahre begleiten sie.

Vor dem Schluss machte der Präsident noch auf die nächsten Sektionsanlässe gemäss Jahresprogramm aufmerksam Schliesslich bedankte er sich bei Giorgio Tuti für sein Referat und den Anwesenden für ihre Teilnahme und wünschte allen gute Heimkehr und ein baldiges Wiedersehen.

Peter von Däniken


>>> Jahresprogramm 2022 ist publiziert