ARCHIVIO 2018


ADVENTSFEIER

13. Dezember 2018

«Nur wer sich verschenkt wird reicher.» 

Zahlreich versammelten sich die Mitglieder des PV St. Gallen am 13. Dez. im festlich geschmückten «Adler»-Saal in St. Georgen (Merci, Marlis Thurnherr!) zur traditionellen Adventsfeier. Sie wurde umrahmt vom Veteranenspiel St. Gallen, das uns bald einmal in eine festliche Laune versetzte. Präsident Markus Schweizer entbot den Willkommensgruss und gratulierte unseren Ältesten zu ihrem Geburtstag. Seit der Herbstversammlung haben uns leider schon wieder fünf Mitglieder für immer verlassen; ihrer gedachten die Anwesenden in einer stillen Minute.

Diakon Peter Schwager stimmte uns mit einer berührenden kleinen Ge­schichte auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein und verglich unser menschliches Dasein auch mit demjenigen einer Kerze: Sie gibt sich ganz und gar her bis zum letzten Atemzug, um Licht und Wärme zu schenken. Peter Schwager bezog sich auf dies Beispiel und sagte: «Nur wer sich selbst verschenkt, wird reicher!» - Ein guter Gedanke zum Mitnehmen und Überlegen in einer Zeit, die nur so von Egoismus geprägt ist – sei es auf der menschlichen oder auf der wirtschaftlichen und politischen Ebene.

Mit dem «Stille Nacht», intoniert durch das Veteranenspiel, beschlossen wir die Feier und wendeten uns dem Imbiss und dem geselligen Beisammensein zu.

Der PV St. Gallen wünscht allen seinen Mitgliedern frohe Festtage und ein gutes neues Jahr.

Roland Schwager


HERBSTVERSAMMLUNG

19. September 2018

PV St. Gallen hat einen neuen Präsidenten 

Am Mittwoch, 19. September fanden sich 51 Mitglieder zur Herbstversamm­lung im «Hecht» in Rheineck ein, durch die Vizepräsident a.i. Hans Heule führte. Als Gast durfte er Privatdozent Dr. Albert Wettstein begrüssen, der uns ein spannendes Referat zum Thema «Was ist anders im Alter» hielt. Die Vitalitätskurve flach zu halten ist für ein möglichst langes, selbständiges Leben essenziell. Einflussfaktoren auf die Gesundheit sind die genetische Veranlagung, die sozioökonomischen Bedingungen, das Gesundheitssystem und das Oekosystem. Den grössten Einfluss aber haben wir selber auf unse­ren Lebensstil! Er beeinflusst in hohem Masse den Erhalt unserer Selbstän­digkeit. Die Frage «Was schützt uns vor dem Verlust der Selbständigkeit?» zieht sich als roter Faden durch den Vortrag. «Die Pflege des sozialen Netzes ist einer der wichtigsten Faktoren hierzu. Sie ist die entscheidende Präven­tionsmassnahme …. und es lohnt sich, sich gesund zu ernähren, dann und wann ein Glas Wein zu trinken, sich körperlich zu bewegen und nicht zu rauchen. Das ist Demenzvorsorge und reduziert das Sterberisiko erheblich.»

Leider tritt aus gesundheitlichen Gründen unser Sektionspräsident Markus Schweizer per Ende Jahr zurück. Nach einer recht schwierigen Suche konnte Toni Möckli, Rorschach für diese Funktion gewonnen werden. Er stellte sich den Anwesenden vor und wurde einstimmig zum neuen Präsi­denten gewählt. Wir danken ihm für die Bereitschaft zur Übernahme dieser Aufgabe und wünschen ihm viel Erfolg. Als Vizepräsident wurde Hans Heule gewählt und als Sekretär Roland Schwager.

Heinz Grossen und Willi Hauser, beide Betreuer, treten aus gesundheitli­chen Gründen zurück. Vizepräsident Hans Heule würdigt ihr selbstloses Wirken zugunsten unserer älteren und kranken Mitglieder und spricht ihnen den herzlichen Dank der Sektion aus.

Sh


SEKTIONSAUSFLUG

27. Juni 2018

Von der Sitter an den Rhein  

Der Sektionsausflug des PV St. Gallen war gekrönt von herrlichem Sommer­wetter. 52 Mitglieder machen sich am 27. Juni mit dem Zug auf den Weg nach Rheinfelden. Überall im reservierten Bahnwagen war schnell der frohe Austausch untereinander zu hören – und zu spüren wie alle sich wohl fühlten. In Zürich Flughafen konnten wir sehr bequem auf den Basler Zug umsteigen, der uns über die Bözberglinie nach Rheinfelden brachte. Der kurze Bummel durch das mittelalterliche Zähringerstädtchen zeigte uns die baulichen Schönheiten dieser Ortschaft am Wasser, die wohl keiner geahnt hatte. Im schönen Panoramasaal des Hotel Schiff wurde uns ein feines Mittagessen flink serviert und unser Präsident Markus Schweizer hiess alle Teilnehmen­den offiziell willkommen. (In dieser Gegend fiel seine sympathische Basler Mundart schon gar nicht mehr auf!). Er durfte auch seinen Nachfolger vorstellen, der ebenfalls unter uns weilte: Toni Möckli wird am Neujahr die Funktion des Sektionspräsidenten übernehmen.

Die M/S «Christoph Merian» erwartete uns an der Schifflände. Rasch wurde sie vom PV St. Gallen geentert und in beschaulicher Fahrt, die auch durch zwei Schleusen führte (für den einen und anderen auch eine neue Lebens­erfahrung!) durften wir während zwei Stunden rheinabwärts nach Basel fahren – vorbei an idyllischen Landschaften links und rechts und auch vorbei an den imposanten Birsfelder Hafenanlagen bis mitten hinein in die majestä­tische Stadt am Rheinknie. Alle haben diese herrliche Flussfahrt genossen und bedauerten, das Schiff wieder verlassen zu müssen. Mit dem direkten Schnellzug in die Gallusstadt ging es nach kurzem Aufenthalt wieder heimwärts – reich an neuen Erlebnissen und Erfahrungen und guten Erinnerungen.

Sh


HAUPTVERSAMMLUNG

22. März 2018

PV St. Gallen – quo vadis?

Am Mittwoch, 22. März fanden sich 76 Mitglieder zur Hauptversammlung im «Adler» in St.Georgen ein. Vorgängig zur Versammlung traf sich der Sek­tionsvorstand mit den Jubilaren zu einer kleinen Feierstunde. Dabei durfte Präsident Markus Schweizer Max Weber, ehem. Bfi Rorschach, zu 70 Jahren Mitgliedschaft im SEV herzlich gratulieren.

Peter Peyer, Regionalsekretär aus Chur, gab einen kleinen Abriss über die aktuellen Herausforderungen. Er zeigte  anhand des Landesstreiks von 1918 auf, dass jener der Grundstein für viele Errungenschaften war, die heute selbstverständlich sind, denken wir an Krankentaggeld und AHV (wenn auch letztere noch 40 Jahre auf sich warten liess) und die Reduktion der Arbeits­zeit von 59 auf 48 Stunden in der Woche (1918). Aktuell, so führte er aus, stünde der SEV wieder in GAV-Verhandlungen mit der SBB, und «erstmals werden Forderungen nach «weniger» erhoben: Treueprämie, Ferien über 60 Jahre usf. Das beinhaltet grosses Konfliktpotenzial.»

Diese Forderungen der SBB, aber auch diejenigen der bürgerlichen Politik bezüglich AHV-Revision und Ergänzungsleistungen, so führte Roland Schwager aus, zeigten nur zu deutlich auf, dass auch heute noch – nach 100 Jahren Existenz des PV – dieser und die Gewerkschaften überhaupt noch von grösster Wichtigkeit seien. «Es braucht sie weiterhin, sie haben noch lange nicht ausgedient, denn das soziale Klima wird immer rauer.»

Die statutarischen Geschäfte konnten innert kürzester Zeit erledigt werden. Der Jahresbericht des Präsidenten zeugte vom Wirken des Sektionsvor­standes – doch genau hier liegt das Problem: Trotz mehrfachen Aufrufen versucht ein Rumpfvorstand von drei Mitgliedern die Sektion am Leben zu erhalten. «Die Arbeitslast ist nicht mehr zumutbar», rief Markus Schweizer in den Saal – doch sein Ruf nach Willigen mitzuarbeiten blieb ungehört. Auch der Hinweis darauf, dass als Alternative die Fusion mit einer anderen Sektion ins Auge gefasst werden müsse, vermochte keine Wirkung zu zeigen.

So wird sich der Sektionsvorstand im April an einer ausserordentlichen Sitzung noch einmal versuchen, Mitglieder zur Mitarbeit im Vorstand zu begeistern – aber auch die Alternative prüfen und vorbereiten. Es wäre sehr schade, müsste der PV St.Gallen nach 85 Lebensjahren aufgelöst werden. Wir rufen alle Kolleginnen und Kollegen noch einmal auf, sich zu überlegen, aktiv im Vorstand mitzuwirken.

Sh