ARCHIVIO 2018


Weihnachts- und Jahresabschlussfeier

  . . . mit Heinz Däpp und den Oldies

Zur Weihnachtsfeier am 12. Dezember im Restaurant Sternen, Bümpliz, konnte Präsident  Max Krieg die stattliche Anzahl von 160 Personen begrüssen.  Festlich gedeckte Tische mit Nüssen und Mandarinen und ein schöner Tannenbaum  boten dazu das gemütliche Ambiente. Zuerst spielten die „Oldies“ unter Leitung von  Pius Schöpfer,  lüpfige Stücke. Die Zusammenstellung mit 2 Saxophonen, einem Akkordeon und dem Bass wusste zu gefallen.

Nun kam Heinz Däpp, bekannt von Radio DRS, auf die Bühne. Aus seinem humoristischen Buch „Es isch nümm wie aube“ trug er in drei Tranchen witzige, lustige und unterhaltsame Geschichten vor. Einige Texte handelten von alltäglichen Vorkommnissen und Handlungen, während andere  auch die Politik und die dazugehörenden Personen auf die Schippe nahmen. Mit seinen Vorlesungen bot der Redner beste Unterhaltung und hatte beim Publikum die Lacher immer auf seiner Seite. Er wurde deshalb mit grossem Applaus verabschiedet.

Mit einem guten Zvieri mit Salat, Poulet-Geschnetzeltem und Reis ging der Anlass langsam dem Ende entgegen. Nach einigen weihnachtlichen Musikstücken konnte der Präsident Max Krieg mit den besten Wünschen für die kommenden Festtage den gut gelungenen Anlass beenden.

Andreas Lüthi


HERBSTVERSAMMLUNG     

10. Oktober 2018

Vorgängig der Versammlung nahmen Max Krieg und Marlis Eggler die Ehrung der Jubilare vor. Bei einem kleinen Apéro im Saal werden die Urkunden verteilt.

Begrüssung

Der Präsident kann 81 Anwesende begrüssen, unter ihnen die eingeladene Barbara Spalinger, Vizepräsidentin SEV, als Rednerin.

Begegnung mit Barbara Spalinger zu brennenden gewerkschafts- und gesellschaftspolitischen Themen

In ihrem informativen Vortrag berichtet sie über die zähen Verhandlungen bei der Erneuerung des Gesamtarbeitsvertrages. Die Verhandlungen hätten Ende Januar begonnen und es war abgemacht, diese bis anfangs Juni zu beenden. Zuerst wurden die Forderungen von beiden Vertragspartnern vorgelegt. Die Vertreter des SEV waren erstaunt, was ihnen da von der SBB vorgelegt wurde. Es wurden praktisch nur Einschränkungen bis auf die gesetzlichen Minimalforderungen herab gefordert. Nach drei Verhandlungs­runden war die SBB keinen Millimeter von ihren Forderungen abgewichen. Die Forderungen des SEV wurden ignoriert. Der SEV ging deshalb zu seinen Mitgliedern und hörte ihre Anliegen und Wünsche. Damit die Verhandlungen weitergeführt werden konnten, wurde eine Vorverhandlungskommission mit ca. 10 Mitgliedern gegründet, die ihre wichtigsten Forderungen einbringen konnte. Da die SBB die Verhandlungen ebenfalls hätte kündigen können wurde  überlegt, wie es weitergehen könnte. Auf einen Deal mit einer Änderung bei der obligatorischen Kranken-Taggeldversicherung, durch welche die SBB Mehreinnahmen regenerieren kann, stieg der Verhandlungspartner schliesslich ein. Es wurden zwar zusätzliche Abzüge für diese Versicherung vereinbart, dafür konnten aber neue Forderungen eingebracht werden. Anfangs September – nach neun Monaten – konnte schliesslich eine Einigung erzielt werden.

Es wird festgestellt, dass die Verwaltung nicht mehr viel über die Anliegen seines Personals weiss. So zeigte sich zum Beispiel bei den Mitgliedern, die an den Demos mitmachten, dass  die Treueprämien weiterhin sehr geschätzt würden. Die Verhandlungen über das Lohnsystem werden nächstes Jahr wieder aufgenommen.

Der neue GAV erschein weiterhin als gedrucktes Buch. Es hat sich gezeigt, dass eine gedruckte Auflage besser lesbar ist als eine Digitale. Der SEV möchte, dass die SBB ein normales Arbeitsverhältnis anerkennt und nicht wegen der Digitalisierung keine Verantwortung mehr für seine Mitarbeiter übernehmen müsste. Die Digitalisierung soll nicht nur den Arbeitgebern, sondern auch den Angestellten zu Gute kommen. So muss unbedingt mehr Zeit für das Studium von Neuerungen eingeräumt werden. Es konnte erreicht werden, dass die Zahl der Schonarbeitsplätze erhöht wurde.

2001 war die erste GAV-Verhandlung, jetzt war es die sechste grosse Verhandlungsrunde

Auf die Frage, wie sich der Verband zum branchenüblichen Lohn stelle, erklärte Barbara Spalinger, dass das Lohnniveau hier sehr hoch sei. Das Gesetz sei für alle anwendbar, ausser für den Lastwagensektor. Fahre ein ausländischer Lokführer durch die Schweiz, müsse für diese Strecke ein höherer Lohn bezahlt werden.

Auf die Besteuerung der GA-Ermässigung angestossen, erklärte Barbara, dass heute alle solche Ermässigungen versteuert würden.

Zum Schluss ging Barbara Spalinger noch auf die kommenden eidgenössischen Abstimmungen ein. Die Selbstbestimmungsinitiative sei egoistisch, deshalb sei sie abzulehnen.

Für die Überwachungsinitiative empfahl sie ebenfalls ein „Nein“. Es gebe sehr wenige Betrugsfälle. Daher gebe es bei einer Überwachung ein Generalverdacht über unschuldige Leute. Zum Schluss stellte sie die Frage in den Raum, warum man nicht Steuerbetrüger überwache?

Mit Applaus, einem kleinen Geschenk und bestem Dank vom  Präsidenten wurde sie verabschiedet.

Budget 2019

Mitglieder sind zurückgegangen, folglich auch die Einnahmen. Wir rechnen mit Einnahmen von Fr 19'900.-- und Ausgaben von Fr 33'500.--, Der Ausgabenüberschuss beträgt somit Fr 13'600.00. Da immer sehr vorsichtig budgetiert wird, hoffen wir, dass das Resultat besser ausfallen wird.

Der Voranschlag wird einstimmig genehmigt.

100 Jahre PV – 13. Juni 2019

Der Jubiläumsanlass findet auf dem Thunersee statt. Für unsere Sektion sind noch ca. 10 Plätze frei. Die Teilnahme kostet Fr 20.00. Zettel für eine Anmeldung liegen im Saal auf.

100 Jahre SEV 2019

Im Juni ist ein „Jubiläumsbus“ in unserem Gebiet in Betrieb. In eigener Organisation können wir damit die Mitglieder Jubiläum mit Wurst und Getränken aufmerksam machen. Der Vorstand überlegt sich die Betreibung des Busses in Zusammenarbeit mit dem LPV auf der Grossen Schanze am Freitag, 12. Juni 2019. Ausweichdaten sind der 11. oder 17. Juni.

Gewerkschaftliches – Mitteilungen

Die Abstimmungsvorlagen wurden bereits von Barbara Spalinger behandelt.

Zur Abstimmung „Fremde Richter“ bemerkt Max, dass die Europäische Menschenrechtskonvention den menschenrechtlichen Schutz älterer Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen sicher stelle. Er verweist auf ein schriftlich aufliegendes Papier mit vielen Erklärungen

In einem weiter schriftlich aufliegenden Papier mit dem Titel „Krieg der XXX gegen die Armen“ wird minutiös dokumentiert, wie einzelne Parteien konsequent nur auf ihre eigenen Interessen schauen und Andersdenkende und Anderslebende möglichst ausnützen wollen. Es wäre daher angezeigt, vor den nächsten Wahlen nachzusehen, welche Parteien uns wohlgesinnt sind und welche uns ausnützen wollen.

Bank Cler wird von der Basler Kantonalbank übernommen. Unsere Papiere werden dort zu den gleichen Konditionen wie bei der Bank Cler behandelt.

Wir haben die neue SEV-Zeitung erhalten. Sie ist sehr übersichtlich und gefällt allgemein.

Was können wir allgemein tun, wegen der GA-Versteuerung? Überall heisst es sparen und nochmals sparen. SEV hat in dieser Sache nicht viel zu sagen. Es liegt ein Papier vor, wie viele GAs an Private Firmen und Institutionen gratis abgegeben werden. Wir hoffen nur, dass sie alle versteuert werden.

Vorschau provisorisches Jahresprogramm

Sektionsausflug auf dem Bielersee mit Mittagessen in Erlach oder La Neuvevillle.

Eine konsultative Umfrage, ob der Sektionsausflug einmal mit dem Bus gemacht werden sollte, wird mit starkem Mehr abgelehnt.

Der Sekretär
Andreas Lüthi