08-ZENTRALAUSSCHUSS


8. ZENTRALAUSSCHUSS-SITZUNG

Dienstag, 17. Dezember 2019


Roland Schwager.   Am 17. Dezember 2019 trat der ZA PV in Zürich zu seiner letzten Sitzung des Jahres 2019 zusammen. Ab 2020 wird er sich neu ZV nennen, da in den neuen Strukturen des PV die jetzige Form des ZV – Sektionspräsidenten und Kommissionsmitglieder – nicht mehr vorgesehen ist: Es wird zweimal jährlich eine Delegiertenversammlung einberufen und der neue Zentralvorstand (ex Zentralausschuss) führt als Exekutive die Geschäfte des PV.

«Hände weg von FVP!»

Ganz klar, dass der Angriff auf die Fahrvergünstigungen des Personals (FVP) im Vordergrund der Diskussionen des ZA stand. Bekanntlich startete die «Sonntagszeitung» am 17.11.2019 eine Attacke auf diese, indem sie sich auf einen reisserischen Artikel in der gleichen Zeitung am 10.03.2019 bezog. «Bund geht gegen Schnäppchen-GA für die SBB-Rentner vor», lautete der Titel dieses Artikels. In der Tat verlangt das BAV, dass «der Kreis der Nutzniesser von verbilligten GA überprüft und allenfalls eingeschränkt wird». Es sei zu klären, wie weit Pensionierte in Zukunft noch Anspruch auf Fahrvergünstigungen haben sollen, und wenn ja, in welchem Umfange. Das ist gemäss der Zeitung eine Forderung des Bundes.

Tatsächlich befürchtet BAV seit der Aufdeckung des Subventionsskandals bei PostAuto Schweiz, öffentliche Gelder (Abgeltung im RPV) könnten für die Subventionierung der GA FVP verwendet werden. Dieses Fehlverhalten der Postauto-Manager wirkt sich also direkt auf uns aus.

Nach wie vor betrachten wir die FVP als Lohnbestandteil (Aktive) bzw. als Rentenbestandteil (Pensionierte). Dies umso mehr, als bei den früheren Ämterklassifikationen die Eisenbahner im Vergleich zu anderen Bundesbedienteten immer schlechter ausgingen: FVP (damals «BB») wurde ihnen bei der Einreihung als Lohnbestandteil angerechnet. Hätte man dies nicht getan, hätte man ihnen also eine oder zwei Lohnklassen mehr zugebilligt, wären diese Leute auch mit einem höheren versicherten Verdienst in die Rente gegangen und würde heute mehr Pension erhalten. Nimmt man ihnen nun dieses GA FVP weg, dann bestraft man sie gleich doppelt.

Für den SEV und für den ZA PV ist der Angriff auf die FVP daher inakzeptabel. Wir werden uns gemeinsam für den Erhalt der «FVP» einsetzen. Wir wissen da auch den VöV, unseren Vertragspartner in dieser Sache, und die SBB auf unserer Seite.

Keine Teuerungszulage auf den Renten in Sicht        

Immer wieder sehen wir uns mit der berechtigten Frage konfrontiert, wann endlich wieder einmal die Renten unserer Pensionskasse erhöht würden. Die Aussprache ZA PV mit der Leitung HR SBB am 30.10. verheisst nichts Gutes: Es ist damit leider weiterhin nicht zu rechnen: «Aufgrund dieser Untersicherheiten (Finanzmarkt) erachtet es der Stiftungsrat nicht als verantwortbar, (….) die Renten für unsere Pensionierten anzupassen». Finanzchef Christoph Hammer sagte am SBB-Pensioniertentag der Region Zürich am 06.11.: «Ein erheblicher Teil der guten Anlagenrendite der vergangenen Jahre wurde verwendet, um die Leistungseinbussen für die Senkung des Umwandlungssatzes zu minimieren, welcher in den vergangenen Jahren 3x gesenkt wurde und bis 2022 weiter gesenkt wird. Ein grosser Teil der heutigen Rentner konnte von einem deutlich höheren Umwandlungssatz profitieren als heute die Neurentner. Trotzdem gibt es nach wie vor eine erhebliche Umverteilung zu Lasten der aktiven Versicherten. Die aufgelaufene Teuerung der vergangenen 10 Jahre beträgt 0/%».

Das ist überaus unbefriedigend, bildet diese Berechnung der Teuerung die stets steigenden Krankenkassenprämien doch nicht ab.

Eine Tageskarte für die Pensionierten – ein Erfolg des PV

Beim halbjährlichen Treffen mit den SBB hatten wir erneut eine Tageskarte SBB verlangt (als Goodwill gegenüber den Pensionierten). Nach hartnäckigem Verhandeln («wir nehmen das Anliegen zur Prüfung entgegen»), konnte dieser kleine Erfolg vom ZA PV erzielt werden. 

Noch vor Weihnachten werden wir Pensionierten eine kleine Überraschung im Brief­kasten vorfinden: Die SBB senden uns eine Tageskarte, die auf dem Netz der SBB gültig ist.

Nach hartnäckigem Verhandeln mit HR SBB ist es dem PV SEV gelungen zu erreichen, dass die Bundesbahnen ihren Pensionierten dieses kleine Geschenk machen – als kleine Anerkennung dafür, dass sie während Jahrzehnten darauf hingearbeitet haben, dass die SBB heute so gut positioniert sind und 2018 ein hervorragendes Geschäftsergebnis präsentieren konnten.

Neues Geschäftsreglement PV

Der SEV-Vorstand genehmigte am 22.11.2019 das neue GR des PV, das auf den 1. Januar 2020 in Kraft tritt und rechtzeitig auf der Homepage publiziert werden wird. Der ZA seinerseits genehmigte die angepassten Reglemente der Sektionen Bern und St. Gallen.

Merci, Otto

Für Otto Huser war dies die letzte ZA-Sitzung, über welche er das Protokoll schrieb. Nach 8 Jahren Engagements mit Herzblut für unseren PV tritt Otti per Ende Jahr von seinem Amt zurück. Nicht nur hat er das Wirken des Unterverbandes protokolliert und die Aufträge festgehalten, immer hat er auch mitgedacht und mitentwickelt und unser Wirken kritisch hinterfragt.

Wir danken ihm aufrichtig für seinen grossen Einsatz für den SEV, den PV – und vor allem für die Mitglieder. Wir wünschen ihm von Herzen alles Gute – und dass er noch lange Zeit viele Reisen in noch unbekannte Länder unternehmen darf. Ciao Otto, mille grazie!